DER LIFESTYLE BLOG MessageINFO@terrassenholz-scheuer.de
Douglasie oder Lärche?

Welches ist das bessere Terrassenholz?

Im Laufe der Konstruktion Ihrer neuen Terrasse müssen Sie viele Entscheidungen treffen. Die wohl wichtigste lautet: Welche Holzart soll es denn werden? Wer sich auf heimische Hölzer festgelegt hat, der sieht sich am Ende des Tages einer Entweder-oder-Entscheidung gegenüber: Entweder Douglasie oder Lärche? Was darf es sein?
Wir möchten Ihnen mit diesem Artikel die Entscheidung nicht abnehmen. Das können wir auch gar nicht. Beide Hölzer haben Vor- und Nachteile, beide überzeugen an unterschiedlichen Stellen und haben in anderen Punkten wiederum kleinere Schwächen. Was wir allerdings schon tun möchten: Wir wollen uns beide Holzarten näher ansehen und sie miteinander vergleichen. So bekommen Sie einen guten Überblick über die Vorzüge von Douglasie und Lärche, und können am Ende Ihre Entscheidung zumindest auf einer fundierten Wissensbasis treffen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Douglasie: Ein Steckbrief
  2. Die Vor- und Nachteile von Douglasienholz
  3. Die Lärche: Ein Steckbrief
  4. Die Vor- und Nachteile von Lärchenholz
  5. Douglasie oder Lärche? Unser Fazit

1. Die Douglasie: Ein Steckbrief

Wir möchten uns mit Ihnen gemeinsam die Douglasie und ihr Holz ein wenig genauer anschauen. Woher stammt der Nadelbaum, welche Eigenschaften weist sein Holz auf und wie sieht es mit den Preisen aus? Viele Fragen, wir haben alle Antworten.

Geschichtliches:
Bei der Douglasie handelt es sich um einen ursprünglich in Nordamerika beheimateten Nadelbaum, der besonders durch sein schnelles Wachstum beeindruckt und eine Höhe von bis zu 60 Metern erreichen kann. Den Weg nach Europa fand er im Jahre 1827, als der schottische Botaniker David Douglas die ersten Exemplare von seinen Überseereisen mit auf den alten Kontinent brachte. Tatsächlich wurde die Douglasie nach ihrem „Entdecker“ bzw. Importeur benannt. Sie ist heute der am weitesten verbreitete Forstbaum in unserem Teil der Welt, der nicht ursprünglich hier heimisch war.

Holzeigenschaften:
Das Holz der Douglasie wird in die Dauerhaftigkeitsklasse 3 (von 5) eingeteilt. Die maximale Haltbarkeit liegt somit bei rund 15 Jahren. Das Holz ist grundsätzlich hell und driftet stellenweise ins Rötliche ab. Die Maserung ist auffällig, aber nicht aufdringlich; sie bleibt angenehm natürlich. Zahlreiche Äste und vereinzelte Trocknungsrisse lockern das Erscheinungsbild auf. Obwohl es sich bei Douglasie offiziell um ein Weichholz handelt, sind Widerstandsfähigkeit und Festigkeit beeindruckend.

Nachhaltigkeit:
In Sachen Nachhaltigkeit hat die Douglasie gegenüber jedem einzelnen Tropenholz ganz klar die Nase vorn. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens: Durch den weiter oben bereits erwähnten schnellen Wuchs können sich Wälder nach der Entnahme von Bäumen schnell wieder regenerieren. Zweitens: Da die Douglasie in unseren Breitengraden heimisch ist, fallen keine langen Transportwege an. Der ökologische Fußabdruck bleibt somit vergleichsweise gering.

Preise:
Die Preise für Terrassenholz gehören zu den stablisten auf dem Markt. Das Angebot ist enorm groß, was für die Kunden ausnahmslos Vorteile bringt. Douglasienholz gehört dabei zu den günstigsten Optionen. Auch hier spielen die kurzen Transportwege und der schnelle Wuchs wieder Hauptrollen.

Douglasie Terrassenholz

2. Die Vor- und Nachteile von Douglasienholz

Nachdem wir das Holz der Douglasie etwas besser kennengelernt haben, können wir uns nun näher mit den Vor- und Nachteilen des mitteleuropäischen Evergreens beschäftigen. Was spricht für eine Montage auf der nächsten Terrasse, was dagegen?

Vorteile:

Dichte: Obwohl offiziell ein Weichholz, überzeugt die Douglasie durch eine außergewöhnliche Dichte und Härte. Dadurch ist das Material geradezu prädestiniert für den Einsatz als Terrassenholz.

Widerstandsfähigkeit: Obwohl es lediglich in der Dauerhaftigkeitsklasse 3 (also solides Mittelfeld) zu finden ist, erreicht Douglasienholz ein Alter von bis zu 15 Jahren. Das ist durchaus beachtlich.

Nachhaltigkeit: Wie erwähnt sorgt die Mischung aus kurzen Transportwegen und einem schnellen Wachstum für eine besonders gute Ökobilanz.

Preis: Verglichen mit vielen anderen Brettern sind Douglasiendielen besonders günstig. Eine gute Option also für das kleine Budget.

Nachteile:

Haltbarkeit: Obwohl die 15 Jahre Haltbarkeit von Douglasienholz an sich kein schlechter Wert ist, gibt es in der Welt der Terrassenmaterialien doch eine Vielzahl an Optionen mit einer deutlich längeren Lebenserwartung.

Pflegebedarf: Holzdielen aus Douglasie sind grundsätzlich nicht sonderlich anspruchsvoll, sie benötigen aber eine entsprechende Behandlung, um vor Insektenbefall und Vergrauung geschützt zu sein. Diese Behandlung muss zudem regelmäßig (abhängig von der tatsächlichen Abnutzung alle 1-3 Jahre) wiederholt werden.

Belastbarkeit: Im Vergleich mit anderen Terrassenhölzern weist die Douglasie eine geringere mechanische Belastbarkeit auf.

Harzaustritt: Holz ist ein Naturwerkstoff, Überraschungen sind trotz standardisierter Fertigungsverfahren immer möglich. Douglasienholz neigt dazu, unter Umständen Harz abzugeben.

3. Die Lärche: Ein Steckbrief

Neben der Douglasie zählt die Lärche zu den beliebtesten Optionen unter den heimischen Hölzern, wenn es um die Montage einer Holzterrasse geht. Wir möchten ihnen dieses besondere Material etwas näher vorstellen.

Wachstum:
Die Lärche zählt zu der großen Familie der Kieferngewächse und ist ein in Europa beheimateter sommergrüner Baum, der bis zu 45 Meter hoch werden kann. Was den Stammdurchmesser angeht liegen die Rekordwerte um die 175 cm. Die Lärche weist ein beeindruckend schnelles Wachstum auf, was sie zu einem besonders beliebten Konstruktions- und Bauholz macht.

Holzeigenschaften:
Ein Vorteil der Lärchen, den viele andere Bäume nicht haben: Das Holz weist von Natur aus einen außergewöhnlich hohen Harzgehalt auf bringt sozusagen seine Imprägnierung schon selbst mit. Wie die Douglasie ist die Lärche eigentlich ein Weichholz, welches aber dennoch mit seiner überdurchschnittlichen Härte und Widerstandsfähigkeit zu überzeugen weiß. Neben dem Harzgehalt weist Lärchenholz eine weitere Besonderheit auf. Die enthaltenen Tannine schützen es vor vielen Schädlingen und dem Befall durch Pilze.

Zu den beeindruckenden Materialeigenschaften gesellt sich ein besonderes Erscheinungsbild. Das Wechselspiel aus rotbraunem Kernholz und hellerem Splintholz ist aufregend und betont die Maserung nochmals deutlich. Trotz des Vorhandenseins von Ästen und Rissen wirkt Lärchenholz nicht zerfahren und hektisch, sondern durchaus entspannt und charmant.

Nachhaltigkeit:
Die Lärche ist in (Mittel)Europa heimisch und hat deshalb gegenüber sämtlichen Tropenhölzern einen immensen Vorteil: kurze Transportwege. Zusammen mit dem schnellen Wachstum des Baumes ergibt sich daraus die Bestnote in Sachen Umweltverträglichkeit.

Preise:
Verglichen mit vielen anderen Terrassenhölzern müssen Sie für Lärchendielen nicht besonders tief in die Tasche greifen. In unserem Onlineshop gibt es die günstigsten Varianten bereits ab 6,90 Euro pro Laufmeter. Daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Das Angebot auf dem (Terrassen)Holzmarkt ist enorm, was wiederum eine große preisliche Stabilität garantiert.

Lärche Terrassenholz

4. Die Vor- und Nachteile von Lärchenholz

Mit der Lärche haben wir uns den zweiten europäischen Dauerbrenner näher angesehen. Was das Holz des Nadelbaumes zu einer guten Wahl für Ihre neue Terrasse macht – und welche Punkte vielleicht dagegensprechen, haben wir im folgenden Abschnitt für Sie zusammengefasst.

Vorteile:

Haltbarkeit: Lärchenholz ist mehr oder minder resistent gegen sämtliche Witterungseinflüsse und hat wenig Probleme mit Insekten und Pilzbefall. Dadurch bleiben die Terrassendielen für eine lange Zeit in sehr gutem Zustand.

Stabilität: Durch den vergleichsweise hohen Harzanteil neigt Lärchenholz deutlich weniger zu Verzug als andere Terrassenhölzer. Außerdem zählt es zu den härtesten und schwersten Weichhölzern, die Formstabilität ist entsprechend hoch.

Nachhaltigkeit: Die Bäume wachsen besonders rasch nach. Die kurzen Transportwege und die hohe Wuchsgeschwindigkeit machen Lärchendielen zu einer ökologisch einwandfreien Angelegenheit.

Nachteile:

Drehwuchs: Die Lärche neigt zu Drehwuchs. Was für den Baum an sich egal ist, stellt bei der Weiterverarbeitung seines Holzes ein Problem dar. Durch die Drehung können Spannungen entstehen, die sich negativ auf die Produktqualität auswirken und zu vermehrter Splitterbildung führen.

Harzanteil: So vorteilhaft die natürliche Imprägnierung und die niedrige Verzugsneigung durch den hohen Harzgehalt auch sind: In einigen Situationen bringt dieser durchaus auch Nachteile mit sich. Das Harz kann beispielsweise an der Dielenoberfläche austreten und Kleidung oder Terrassenmöbel verunreinigen.

Kosten: Im Vergleich mit anderen Terrassenhölzern zählt die Lärche zu den kostspieligeren Varianten.

5. Douglasie oder Lärche? Unser Fazit

Das war er also, unser großer Vergleich zur Klärung der Frage „Douglasie oder Lärche?“. Wir haben uns die beiden Hölzer näher angesehen, haben jedem von ihnen ein umfangreiches Portrait gewidmet und hoffentlich jene Fakten zusammengetragen, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. Beide Hölzer weisen eine lebendige Erscheinung und eine gute Haltbarkeit auf (mit leichten Vorteilen für die Lärche) und sind besonders vom ökologischen Standpunkt aus ganz klar zu empfehlen. Um Douglasiendielen müssten Sie sich ein wenig mehr kümmern als um die Konkurrenz aus Lärchenholz, dafür sind Erstere deutlich günstiger zu haben.
Sie sehen, es ist ein enges Rennen. Douglasie oder Lärche? Das können Sie am Ende nur selbst entscheiden, wir liefern mit diesem Artikel lediglich eine Hilfestellung. Egal worauf die Wahl am Ende fällt, sie wird eine gute sein. Beide Hölzer zählen nicht umsonst seit Jahrzehnten zu Deutschlands Beliebtesten. Und da eben sowohl Douglasie als auch Lärche eine gute Wahl wäre, ist es kein Problem, wenn am Ende einzige die Optik – und somit der persönliche Geschmack – den Ausschlag gibt.